Warum ich dieses Video teile?
Ich habe dieses Gespräch mit der Harvard-Neurowissenschaftlerin Dr. Jill Bolte Taylor auf YouTube gesehen und es hat mich sehr berührt. Weiter unten Verlinke ich dir das Video..
Nicht nur inhaltlich, sondern auch durch ihre Präsenz, ich hatte das gefühl das sie es wirklich fühlt, sie hat für mich eine besondere Ausstrahlung .
Man spürt, dass sie durch ihr eigenes gesundheitliches Erlebnis etwas Wesentliches verstanden hat. Nicht theoretisch, sondern auf einer tiefen menschlichen Ebene.
Mit dem, was sie sagt, gehe ich voll und ganz konform.
Ihre Sichtweise auf das Gehirn und auf das Leben kann den Blick radikal verändern – weg vom reinen Funktionieren, hin zu einem ganzheitlichen Verstehen von uns selbst.
Ich halte dieses Video für sehr wertvoll und möchte es deshalb teilen.
Wenn du es anschaust, nimm dir wirklich die Zeit dafür, nicht nebenbei, nicht als Hintergrund – sondern bewusst.
Die 4 „Gehirne“ (sie nennt sie 4 Charaktere / Persönlichkeiten)
Sie teilt es in 2 Denk-Systeme + 2 Emotions-Systeme (jeweils links und rechts):
1. Linkes Denken – „der Manager“
Das ist der Teil, der Fakten, Sprache, Ordnung, Leistung, er analysiert, plant, kontrolliert, organisiert, bewertet, „richtig/falsch“ unterscheidet und definiert sich selbst als „Ich“.
Er sorgt dafür, dass wir funktionieren, arbeiten, Entscheidungen treffen und uns in der Gesellschaft zurechtfinden.
Er ist wichtig ja, aber er ist nicht dafür gemacht, ein ganzes Leben zu tragen.
Wenn er dominiert, entstehen Stress, Kontrolle, Härte gegen sich selbst und andere.
Ego-Zentrum: „Ich bin ich, ich beginne hier und ende hier.“
- Fokus: Details, Struktur, To-Do, Produktivität
- Schatten: Überkontrolle, Stress, Härte, dauerndes Funktionieren
2. Linke Emotion – der Speicher der Vergangenheit – „das verletzte Ich“
Hier liegen alte Erfahrungen, emotionale Verletzungen, Trigger, auch Süchte und Zwänge. Vergangenheit, Schmerz, Trauma-Archiv, Schutzprogramme, Cravings/Sucht.
Dieser Teil arbeitet linear über Zeit: er erinnert sich an alles, was weh tat – damit es nie wieder passiert.
Das Problem entsteht nicht durch diesen Anteil – sondern dann, wenn wir aus ihm leben, ohne ihn zu regulieren oder einzuordnen.
Trauma ist Information. Es wird erst zum Leiden, wenn es zum Dauerzustand wird.
• Zweck: Schutz (kein „Fehler“!)
• Schatten: Reaktivität, Grübeln, Opfer-Story, „Lifestyle aus Trauma machen“
Wichtig: Sie sagt klar: Heilung heißt nicht, diesen Teil „wegzumachen“, sondern ihn zu verstehen, zu würdigen und zu regulieren.
3. Rechte Emotion – das Kind im Jetzt
Das ist der Körper- und Gegenwartsanteil.
Er lebt über Sinneseindrücke und unmittelbares Erleben: Berührung, Temperatur, Bewegung, Rhythmus, Musik, Atmung, Wasser..
Dieser Teil denkt nicht in Konzepten.
- Er analysiert nicht.
- Er erklärt nichts.
- Er ist einfach da.
- Er kennt kein Gestern und kein Morgen.
- Keine Geschichten. Keine Rechtfertigungen.
Nur: Was ist jetzt gerade spürbar?
Fokus:
- Körperwahrnehmung
- Sinnlichkeit
- Spiel, Neugier, Spontanität
- Präsenz im Moment
Zustand:
- lebendig
- weich
- offen
- ungefiltert
- nicht leistungsorientiert
Dieser Anteil bringt uns aus dem Kopf zurück in den Körper.
Er reguliert das Nervensystem, ohne etwas „lösen“ zu wollen.
Er ist der Zugang zu Freude, Leichtigkeit und echter Erholung.
Viele Erwachsene haben diesen Anteil fast vollständig verlernt.
Und Nein, nicht, weil er verschwunden ist – sondern weil er keinen Platz mehr bekommt.
Und dann fühlt sich das Leben irgendwann leer, schwer oder mechanisch an, obwohl objektiv „alles passt“.
4. Rechtes Denken – die Weisheit– „die Weise“
Das ist der weite Blick.
Weite, Sinn, Zusammenhang Verbundenheit, Dankbarkeit, Perspektive.
Das ist der Teil, der das große Ganze sieht: nicht „ich gegen die Welt“, sondern „ich als Teil von allem“.
Dieser Anteil beruhigt, hält, relativiert, gibt Tiefe.
Er ist nicht laut – aber tragend.
Fokus:
- Bedeutung, Kontext, Tiefe, Mitgefühl
Zustand:
- eher ruhig, offen, friedlich
hier entsteht:
- „Ich bin verbunden.“
Sie nennt es die „Weisheit“, die aus Erfahrung + Neuroplastizität entsteht.
Ganzheitlich gesund zu leben heißt nicht, immer ruhig oder positiv zu sein.
Es heißt, alle vier Anteile zu kennen, zu respektieren und bewusst einzusetzen.
- Nicht nur funktionieren.
- Nicht nur fühlen.
- Nicht nur analysieren.
- Nicht nur „spirituell sein“.
➡️ Sondern: ganz da sein – mit einem ganzen Gehirn.
Also wie ich dir schon weiter oben geschrieben habe kann ich dir dieses Video absolut empfehlen und wenn du es schaust würde ich mich sehr über deinen Meinung in den komentaren freuen.
in liebe


