Der gemeinsame Nenner hinter Yager Code, EMDR, EFT & Co.

Ich habe in den letzten Jahren unglaublich viele Methoden ausprobiert. Manche klangen vielversprechend, andere waren gerade im Trend, wieder andere wurden mir immer wieder empfohlen. Ich habe getestet, gelernt, angewendet, kombiniert – nicht nur aus Neugier, sondern weil ich wirklich verstehen wollte/will, was nachhaltig hilft.

Und irgendwann kam dieser klare Punkt der Erkenntnis:
Es sind nicht die Namen der Methoden, die den Unterschied machen. Nicht das Konzept, nicht die Technik an sich. Sondern das, wo die Methode ansetzen.

Nämlich dort, wo Erfahrungen, Emotionen und Überzeugungen abgespeichert sind, die heute unser Denken, Fühlen und unseren Körper steuern und das oft völlig unbewusst.

Ab da habe ich aufgehört, nach der „einen richtigen Methode“ zu suchen – und habe begonnen zu verstehen, worum es in Wahrheit wirklich geht.

Yager Code, Emotionscode, EMDR, NLP-Formate wie das Winken, Change History, systemische Aufstellungen, The Work von Byron Katie, EFT-Klopftechniken …
Von außen sieht das aus wie ein riesiger Methodendschungel. Jede Technik hat ihre eigenen Begriffe, Abläufe, „Spezialitäten“. Und trotzdem: Wenn man ganz ehrlich hinschaut, arbeiten sie alle am selben Punkt.

Nicht am Symptom – Nicht an der Oberfläche.
Sondern an dem, was darunter gespeichert ist.

Es geht nie nur um das Problem im Jetzt

Ein Gefühl, eine Blockade, eine Angst, ein körperliches Thema entsteht nicht einfach so. Der Körper und das ganze System reagieren auf etwas, das irgendwann als zu viel, zu schmerzhaft oder zu überwältigend abgespeichert wurde.

Man könnte sagen:
Das System hat eine Lösung gebaut, die damals sinnvoll war, und heute steht genau diese Lösung im Weg.

Alle diese Methoden helfen, genau dort anzusetzen:
bei alten Prägungen, inneren Überzeugungen, unbewussten Schutzmechanismen und gespeicherten emotionalen Ladungen.

Der Kopf versteht – aber das System hält fest

Viele wissen ganz genau:
„Ich müsste keine Angst mehr haben..“
„Ich weiß, dass mir heute nichts passiert..“
„Eigentlich ist das irrational…“

Und trotzdem reagiert der Körper mit herzklopfen, enge, druck, rückzug und/oder Schmerz.

Die Reaktion kommt nicht aus dem bewussten Denken, sondern aus tieferen Schichten – aus dem Unterbewusstsein, dem Nervensystem, dem emotionalen Gedächtnis.

Genau hier setzen diese Methoden an.
Die meisten umgehen das reine Reden und gehen dorthin, wo die eigentliche Speicherung sitzt.

Unterschiedliche Wege – gleiches Ziel

Ob geklopft wird (EFT), mit Augenbewegungen gearbeitet wird (EMDR/winken), innere Anteile angesprochen werden (Yager Code), Glaubenssätze hinterfragt werden (The Work), mit inneren Bildern gearbeitet wird (NLP) oder Systeme sichtbar gemacht werden (Aufstellungen) –
im Kern passiert dasselbe:

  • Das Nervensystem bekommt die Chance, eine alte Erfahrung neu einzuordnen.
  • Eine festgehaltene Emotion darf sich lösen.
  • Ein alter Schutzmechanismus wird nicht mehr gebraucht.
  • Das System erkennt: Es ist vorbei. Jetzt ist es sicher.

Die Methode ist das Fahrzeug, doch die Veränderung passiert im Inneren.

Es geht nicht um „die beste Technik“

Viele suchen die eine Methode, die endlich alles löst.


Die Wahrheit ist: Nicht die Methode heilt.

Die Bereitschaft, hinzuschauen, ist der entscheidende Punkt.

Eine Technik ist dann wirksam, wenn sie:

  • das System nicht überfordert
  • Zugang zum Unbewussten ermöglicht
  • Veränderung auf emotionaler und körperlicher Ebene erlaubt

Welche Methode das ist, kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Manchmal ist es ein direkter Zugang, manchmal ein sanfter Umweg. Aber das Ziel bleibt gleich: innere Entlastung.

Heilung heißt: Das Alte darf gehen

Symptome sind keine Fehler, sie sind Hinweise, Zeichen und Schutzreaktionen.

Wenn die ursprüngliche innere Belastung verarbeitet ist, muss der Körper nicht mehr so laut sprechen. Dann entsteht Raum für etwas Neues: mehr Ruhe, mehr Klarheit und mehr Beweglichkeit entsteht – innerlich wie äußerlich.

Darum arbeite ich in meinen Coachings nicht mit einer „Wundermethode“, sondern mit Werkzeugen, die alle auf denselben Kern zielen:
Belastungen lösen, die nicht mehr zum heutigen Leben gehören.

Am Ende geht es immer um dasselbe:
Das System darf/muss verstehen, dass es heute sicher ist, erst dann kann echte Veränderung passieren.

Mit welcher Technik hast du bereits bekanntschaft gemacht? Schreib deine Erfahrung gerne in die Kommentare..

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